GARTENspezial 44 GARDENStyle GESCHICHTE DER ZITRUSKULTUR Ursprünglich stammen die heute als Sinnbild für mediterrane Lebensart geltenden Zitruspflanzen aus Südostasien. Erste Exemplare gelangten vermutlich vor ca. 2.400 Jahren über Persien nach Griechenland und von dort in die Länder des Mittelmeerraums. GROSSER LUXUS In Mitteleuropa war die Kultur von Zitrusgewächsen lange Zeit dem Adel vorbehalten und ein Statussymbol. Zur Überwinterung wurden im 17. und 18. Jahrhundert viele Orangerien gebaut, die noch heute die Schlossparks prägen und genutzt werden. IN DEN SCHATTEN GESTELLT? Natürlich brauchen Zitruspflanzen viel Licht. Doch während sie im mediterranen Klima draußen bleiben und Pergolen erobern können, muss man Kübelpflanzen nach dem Winter erst wieder an die Sonne gewöhnen und anfangs in den Schatten stellen. WIE UND WO ÜBERWINTERN? So viel Ehrlichkeit muss sein: Im Winter brauchen Zitruspflanzen Temperaturen zwischen 5 und 15 °C und viel Licht. Ein kühler Wintergarten oder ein helles Treppenhaus bieten diese Bedingungen. Gegossen wird erst, wenn sich die Erde trocken anfühlt. SORTEN FÜR WENIG PLATZ Wer keine schweren Kübel schleppen möchte, sollte auf die kleiner bleibende Kumquat (Fortunella margarita) oder die Calamondin, eine Kreuzung aus Kumquat und Mandarine, setzen. Letztere wird wegen ihres Wuchses auch Zwerg-Orange genannt. EIN HÄPPCHEN BOTANIK Zitrusgewächse gehören zur Familie der Rautengewächse ( Rutaceae). Die meisten Vertreter dieser Familie kommen in den Subtropen und Tropen vor. Da sich die Vertreter der Gattungen Citrus und Fortunella leicht kreuzen lassen, gibt es viele Hybriden. Zitruswissen kompakt Fotos: © adobe stock: lemon tree background von rawpixel.com, botanical garden von edlantis, white flower von pannarai, lemon tree von nfkose, dwarf trees von vladdeep, potted lemon von eyewave, watercolor lemon von dian, cute cartoo von natalia, yellow lemons von inacio pires
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