Garden Style Sommer 2024

GARDENStyle 89 Sie sieht aus wie eine Maus, ist aber keine. Wissenschaftlich gesehen gehört die Haselmaus zu den Bilchen, ebenso wie ihre Artgenossen, die Siebenschläfer. Beiden gemeinsam ist, dass sie im Herbst einfach von der Bildfläche verschwinden, um ein ausgedehntes Nickerchen zu halten. Um sich den dazu nötigen Winterspeck anzufressen, ist der orange-rote Fellknäuel im Sommer hauptsächlich mit Nahrungssuche beschäftigt. Flugs jagt die Haselmaus Bäume und Sträucher hoch und damit sie nicht die Balance verliert, rudert sie mit ihrem langen, behaarten Schwanz. Ach ja, für Nachwuchs muss natürlich auch gesorgt werden. Damit der es auch schön kuschelig hat, bauen ihm Mama und Papa aus Zweigen, Blättern und Gras ein kugelförmiges Nest im Dickicht oder nutzen leer stehende VogelnistNur zwischen April und Oktober sind sie regelmäßig aktiv. FLINK Kontakt mit dem Boden vermeiden die Bilche möglichst. LECKER Mit den Fingerchen zupacken und dann zubeißen. Ist die Luft rein? LOS GEHT‘S kästen und Baumhöhlen. Nach gut drei Wochen Tragzeit kommen zwei bis sieben Junge zur Welt – blind, nackt und nicht größer als ein Fingernagel. Erst nach etwa 40 Tagen machen sie sich auf ihren eigenen, kleinen Beinchen auf in die große, weite Welt. Verstecke im Garten Nicht nur im Unterholz von Laub- und Mischwäldern sind die Tiere unterwegs, auch in Gärten mit Sträuchern voller Früchte, wilden Brombeerhecken und anderer attraktiver Versteck- und Fressmöglichkeiten lassen sie sich nieder. Wer den Nagern, die immer mehr von ihrem natürlichen Lebensraum verlieren, helfen möchte, lässt solche dicht bewachsenen Ecken für sie stehen, wo sie im Nest am Boden auch überwintern können. ERWACHT Abends kriechen die Nager aus dem Nest.

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